Der Gott des Gemetzels 
Eine Gesellschaftssatire von Yasmina Reza  

SA, 27.Januar 2018
20 Uhr Museum+Galerie Engen 

Zwei 11-jährige Jungen prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Unter zivilisierten Leuten spricht man die Angelegenheit gemeinsam durch, schließlich ist man nicht in der Banlieue, wo die Autos brennen.
 
Alain und Annette beraten mit Véronique und Michel bei Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf Ferdinand (den Täter) und Bruno (das Opfer) einwirkt - konsensbemüht und politisch korrekt, wie es sich heutzutage in unseren westlichen Gesellschaften gehört.
 
Doch unversehens brechen sich archaische Impulse Bahn: Sticheleien und Wortgefechte,  Verbalhändel und Handgreiflichkeiten - der Nachmittag degeneriert zur Saalschlacht mit pointierten Dialogen. Ein Leckerbissen für das Publikum und die vier Schauspieler Gudrun Schön-Stoll ("Annette"), Gerald Glombitza ("Alain"), Klaus Grelle (Michel") und Stefanie Bachmann (Véronique"), die unter der Regie von Birgit Podhorny "eindringlich agieren und  bewundernswert überzeugend ein kurzweiliges Kammerspiel voller Tiefgang und Komik abliefern" (Peter Jaschke, Mannheimer Morgen). 
 
Mit diabolischem Humor und erbarmungsloser Treffsicherheit spießt Yasmina Reza in ihrem Stück die moderne bürgerliche Gesellschaft auf, die hin- und hergerissen ist zwischen aufgeklärtem, vernünftigem Gutmenschentum und allzu menschlichem, egoistischem Konkurrenzkampf. So verbindlich und watteweich wir uns auch geben mögen, am Ende be
hält einer die Oberhand: Der Gott des Gemetzels…
 
 
KARTEN
Karten gibt es in drei Kategorien;
Einzel (12 €), Doppel (20 €) und Familie (30 €). 
Reservierungen hier auf der Homepage, Vorverkauf ab 10.01.2018 bei Schreibwaren Körner und in der Buchhandlung am Marktplatz. 
 
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