Ausstellung „Mikrokosmos" von Nikolaus Cinetto -

12.08.–24.09.2017 - Städtisches Museum+Galerie Engen

 

Vernissage: 11.08.2017 19:30h - Einführung: Katja-Elisabeth Pfrommer M. A. - Musik: Nicole Häußler (vocals) + Klaus Huber (piano) 

Zita Wochenblatt vom 30.08.2017: Das Rätsel des Neuenstandenen lösen"

 

„Das unendlich Kleine und das unendlich Große sehen gleich aus. Alles hängt von der Entfernung ab" Jean-Henri Fabre. -Lupe, Fernglas, Perspektiv und Okular, Geräte, die das Sehen erweitern um die Dimension eines Entfernten, dem Sichtfeld entrückten. Geräte des Naturwissen-schaftlers wie Werkzeuge des Künstlers, der eine Bildwelt parallel zur Natur erzeugt. Nikolaus Cinetto zeigt in seiner Ausstellung Organisation: Stubengesellschaft) seine großformatigen schwarz-weißen Holzdrucke, in denen er Naturformen und Pflanzliches spielerisch anverwandelt und zu völlig eigenständigen Bildwelten und Wesen kombiniert. Diese entstehen aus einem stetig wachsenden Arsenal ausgesägter Druckstöcke. Beim Druck auf transparente Papiere und Folien erfahren diese unablässige Veränderung, Erweiterung und Neukombination und regen einen vielfältigen, lebendigen Arbeitsprozess an. Dieser führt zur spielerischen Entstehung graphischer Blätter und wandfüllender Bildinstallationen, die in ihrer Ausformung an lebensgesetzliche Entwicklungsvorgänge erinnern und allmählich den gesamten Arbeitsraum von der Decke bis zum Boden erfassen. Die in der Ausstellung präsentierten Arbeiten verstehen sich als Momente beinahe zeichenhafter Reduktion aus diesem Fluss der Veränderungen. Was letztlich wird, begrenzt und formt eine unbestimmte Zahl offener Möglichkeiten, die verwandelt im Einzelnen aufgehoben sind. In diesem Sinne ist die künstlerische Arbeit Teil eines unabgeschlossenen Geschehens, das die Wahrnehmung als aktiven Prozess des Betrachters zur Voraussetzung hat und das sich selbst analog zu diesem Prozess entwickelt. So entstehen Unikate, die zwischen kompositorischem Kalkül und spielerischer Leichtigkeit angesiedelt sind, die undefiniert gegenstandslos sind oder auch ganz unmittelbar auf organische Motive zurückgehen; immer aber teilen sie sich dem Betrachter über die Form mit, in ihrem elementarsten Sinn als visueller Ausdruck von Kräften.  

Geboren wurde Nikolaus Cinetto 1967 in Ulm. Er studierte Freie Malerei an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, bei Prof. Peter Grau und Prof. Rudolf Schoofs. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien und Preise. Er lebt und arbeitet in Fellbach/Stuttgart.

 
 
 

SA 15. Juli 2017 ab 20 Uhr - Swing vor der neuen Stadthalle - Klappstuhlkonzert mit THE SEESISTERS and BROTHERS

 

Zitat Hegaukurier vom 19. Juli 2017: " Girls, Girls, Girls - Die See Sisters begeisterten beim Klappstuhlkonzert vor der Stadthalle"

und weiter:

Opulente Kleider, hohe Absätze, ein strahlendes Lächeln und der klassische dreistimmige »closed harmony«-Satzgesang - 

das sind die See Sisters Grace (Siggi Juhas), Jacky (Janine Firges) und Peggy (Dagmar Egger), die mit ihren
»Brothers« Mr. Lobitone (Lothar Binder, Gitarre) und am Bass Mr. Hucksley (Hartmut Heinzelmann) in Engen spielten.....

Eine laue Sommernacht war es nicht. Die Temperaturen ließen nicht nur die See Sisters, sondern auch das Publikum frösteln. Doch am Ende des gut zweistündigen Konzerts hatten die drei temperamentvollen »Schwestern« und ihre »Brüder« für warme Herzen und »warme Gedanken« (Dagmar Egger) gesorgt.."

 

Zahlreiche Besucher machten die Veranstaltung zu einem Event der besonderen Art. 

 

Am Samstag, 15. Juli 2017 bittet das Ressort stubenActs sein Publikum zu einem stilvollen und beschwingten Klappstuhlkonzert auf den Platz vor der neuen Stadthalle: Dort gastieren ab 20 Uhr: „THE SEE SISTERS and BROTHERS” mit Vintage-Swing à la Andrew Sisters, Gypsy-Jazz, sowie modernen Songs in „verswingter“ Version. The See Sisters bringen den
Sound der 40er ins Hier und Jetzt. Jacky (Janine Firges), Grace (Siggi Juhas) und Peggy (Dagmar Egger) lassen mit ihrem dreistimmigen closed harmony-Satzgesang die Zeit der ersten „girl groups“ wiederaufleben. Eine der „Schwestern vom See“ ist in Engen bereits bestens bekannt: Bei einer gefeierten Open-Air-Matinee auf dem Engener Marktplatz
begeisterte Dagmar Egger mit ihrer gleichnamigen Band schon 2013 das Publikum. Seit 2015 gibt es nun die See Sisters, welche ihre Gäste akustisch und optisch zu einer Reise in die legendäre Swing-Ära mitnehmen: eine Zeit der Eleganz und des
Hollywood-Glamour. Begleitet werden sie von ihren musikalischen „Brüdern“: An der Gitarre Mr. Lobiton (Lothar Binder) und am Bass Mr. Hucksley (Hartmut Heinzelmann). Das Konzert findet bei jedem Wetter statt, das Foyer der Stadthalle steht als Regenquartier zur Verfügung. Bei schönem Wetter bitte Sitzgelegenheit mitbringen – die Stubengesellschaft sorgt für Musik, kühle Getränke und einen kleinen Imbiss. Für die Veranstaltung können keine Karten reserviert oder gekauft werden, am Abend
findet eine Hutsammlung statt.

 
 

Sa, 17.06.2017 Exkursion

 

 

ins Schauwerk Sindelfingen mit Führung durch die Ausstellung SPLIT - Spiegel-Licht-Reflexionen mit Werken von Antony Gormley, Heinz Mack u.a.

LICHTWIRBEL - Installationen der Künstlerin Rosalie

JASON MARTIN Werke 1997-2017

Die private Sammlung SCHAUFLER, seit 2010 im SCHAUWERK beherbergt, gehört zu den führenden Adressen für zeitgenössische Kunst im süddeutschen Raum. Fotografien innerhalb der Ausstellung dürfen keine Werke zeigen......Frau Bettina Michel führte kenntnisreich durch die Ausstellung und brachte uns auch die Räume mit einigen Anekdoten näher. 

 

 

 

 

 

Weiter ging die Fahrt nach HERRENBERG- einer Stadt mit historischem Flair. Bei einem Rundgang, angefangen an der Stiftskirche, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Interessantes zur Geschichte und Entwicklung Herrenbergs. Abgerundet durch einen Cafe-Besuch zur Stärkung war auch diese Exkursion wieder bei schönstem Wetter ein voller Erfolg. Herzlichen Dank an die Mit-Organisatoren Wolfgang Kramer und Martina Blaschka.

 

 

 

 

 

 

StubenAct

 

Häppchen mit Höhn: Krisenherd SA 06.05.2017 19:00h Foyer der neuen Stadthalle Engen

 

Die beliebte Reihe „Häppchen mit Höhn" – eine Eigenproduktion der Stubengesellschaft Engen – findet ihre Fortsetzung am 6. Mai 2017 um 19.00 Uhr im Foyer der Stadthalle Engen mit dem launigen Programm „Krisenherd". Wie der Titel bereits erahnen lässt, geht es diesmal ans „Eingemachte": 'Semmelknödel in 5 Minuten', 'Pilze – richtig zubereitet', 'grüne Spätzle', 'Salat- und Wildsaucen die begeistern', 'Sommersuppe ultimativ' – bei Eberhard Höhn wird life gekocht und alles kann an Ort und Stelle verkostet werden.   
Das Publikum profitiert dabei von Höhns langjähriger Erfahrung als Hobbykoch und erfährt von seinen Begegnungen mit illustren Küchenchefs wie Johann Lafer, Alfons Schubeck und Steffen Henssler, bei dessen Sendung „Topfgeldjäger" er sich einst € 10.000 Preisgeld erkochte. Höhn würzt seine Präsentation mit kurios-komischen Anekdoten und klärt auf, was sich hinter den Begriffen „58 – 60 – 62", „GaFi" oder „Stirn – Nase – Zunge" verbirgt und was Schrotkugeln, zarte Hände oder Hortensien mit Kochen zu tun haben. 
  

 
 

FR 31.03.2017 - Katholische Kirche Anselfingen - in einem wunderschönen und akustisch hochwertigem Ambiente - das 


Schmuck Klarinettentrio

 

begeisterte die Besucher mit seinem Programm "Von Klassik bis Jazz":


W.A. Mozart (1756-1791): aus "Die Zaubertlöte"

für 2 Klarinetten und Bassetthorn

Ouverture - Dies Bildnis ist bezaubernd schön - Soll ich Dich Teurer nicht mehr sehen-
Das klingt so herrlich- Der Hölle Rache

Antonin Dvoräk (1841-1904): aus "Slavische Tänze"

/i'ir 2 Klarinetten lind Basset/horn

Slavischer Tanz Op. 46 Nr. I C-Dur Presto (Furiant)
Slavischer Tanz Op. 72 Nr. 2 e-moll Allegretto grazioso (Starodavny)

W. A. Mozart (1756-1791): aus "Die Hochzeit des Figaro" und "Don Giovanni"

für 2 Klarinetten lind Bassetthorn

Voi ehe sapete (Sagt, holde Frauen)

La ci darem la mano (Reich mir die Hand mein Leben) 

 

StubenVortrag

 

Eugen Drewermann + Jürgen Hoeren 500 Jahre Reformation -Was Martin Luther wirklich wollte

FR 17. März 2017 19:30h Evangelische Auferstehungskirche Engen

 

Zitat Hegaukurier vom 29.03.2017:

"Der Wahrheit verpflichtet

Da sein Gesprächspartner Jürgen Hoeren erkrankt war, fand die Veranstaltung nicht als Interview statt. Stattdessen referierte Drewermann über sein Buch »Luther wollte mehr« ….Die Veranstaltung, zu der die Stubengesellschaft geladen hatte, fand in der evangelischen Kirche statt. Der Vortrag war komplett ausverkauft. Gut 25 Jahre nach dem Wirbel, den der »Kirchenrebell« mit seinen Theorien auslöste, vermag er es immer noch, großes Interesse zu wecken. Im Kirchenschiff und auf der Empore, ja sogar im Gang wurden Plätze geschaffen. "

 

Der Reformator Martin Luther hat Deutschland und das Christentum verändert wie kaum ein anderer. Er hatte den Mut, die Missstände in der katholischen Kirche beim Namen zu nennen. Die Kirche war korrumpiert, der Klerus weitgehend verdorben, das Papsttum verweltlicht. Die Beschlüsse des Konzils von Konstanz (1414-1418) waren nicht ernst genommen und nicht umgesetzt worden. Immer noch drehte sich in der Kirche sehr viel ums Geld, um den Ablasshandel, um satte Pfründe. Der Geist der Bibel, den Jan Hus auf dem Konzil zu Konstanz so konsequent eingefordert hatte und mit seinem Leben bezahlen musste, war nicht zu spüren. Martin Luther sah sich in der Tradition von Jan Hus und wollte die Kirche verändern, reformieren, neu ausrichten an der Botschaft Jesu. Er verstand sich nicht als Umstürzler oder Revolutionär. Was waren die großen Ziele des Augustinermönchs? Wo war er seiner Zeit voraus? Wie sind seine Gedanken und Ideen nach seinem Tod umgesetzt worden? Was wollte er wirklich? Blieb und bleibt die evangelische Kirche hinter den Ansprüchen Luthers zurück? Der bekannte Paderborner Theologe und Psychotherapeut Dr. Eugen Drewermann hat sich mit dem Reformator Martin Luther intensiv auseinandergesetzt. Im Gespräch mit dem Publizisten Jürgen Hoeren erläutert er, was Martin Luther in seiner Zeit bewirkte und was er uns heute immer noch zu sagen hat. Dabei stellen die Autoren ihr neu erschienenes Buch zum Reformationsjubiläum: „Luther wollte mehr" vor.                              

 

 

 

 
 

Detlef Lohmann / Dr. Ulrich Lohmann:...und heute leg ich los 

 

Mi 15.03.2017 19:00h in den Räumen der Firma allsafe JUNGFALK GmbH & Co. KG,  Engen, Gerwigstr. 31


Zitat Hegaukurier vom 29.03.2017: 
"Aus der Natur für die Mitarbeiterführung lernen Detlef und Ulrich Lohmann lasen aus ihrem gemeinsamen Buch...

»Wie kommt es, dass ein Biologe sich mit seinem Bruder, einem Unternehmer aus Leidenschaft, zusammentut und beide ein Buch zum Thema Arbeitswelt schreiben?«…..Schon nach kurzer Zeit erkannten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Antwort hierauf, kann man doch aus der Organisation und dem lebendigen Miteinander in der Natur vieles auf die betriebliche Praxis übertragen und daraus Wertvolles für die Mitarbeiterführung lernen - und die funktioniert in dem »hierarchiearmen« Unternehmen allsafe Jungfalk ohne Druck von oben, Maxime sind vielmehr Eigenverantwortung und größtmöglicher Gestaltungsspielraum für die Mitarbeiter…“

 

Am Anfang war allsafe JUNGFALK ein klassischer Herstellbetrieb für Ladegut-Sicherung. Ein Jahr nach seinem Einstieg in das Unternehmen hat Detlef Lohmann damit begonnen, das Unternehmen strategisch neu zu orientieren und auszurichten. Es sind zusätzliche Geschäftsbereiche wie die Entwicklung von Fittingen für die Luftfahrt und die Serienlieferung von Sitzschienen für die Automobilindustrie entstanden. Detlef Lohmann hat das Unternehmen speziell in der Führungsthematik neu aufgestellt. Die Einführung der Balanced Score Card (BSC) als Managementtool war der Auftakt, um neue Strukturen zu schaffen. Dem folgten die Entwicklung und Einführung der Prozesslandschaft und des Führungselements „Führen mit flexiblen Zielen". In den Krisenjahren 2008/2009 passte Detlef Lohmann gemeinsam mit dem Führungsteam das Gehaltsmodell an. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind seitdem direkt am Gewinn beteiligt. Durch die etwas andere Art der Führung erhielt das Unternehmen nach 2002, 2008 und 2012 im Jahr 2015 zum 4. Mal den „TOP JOB – 100 besten Arbeitgeber" Award. Seit der Auszeichnung seines Erstlingswerks „… und mittags geh ich heim" auf der Frankfurter Buchmesse zum „Managementbuch des Jahres 2012" gab es neben zahlreichen Pressestimmen und Interviews mit und über Detlef Lohmann und allsafe JUNGFALK auch Beiträge in Rundfunk, Fachbüchern und zwei Filmen („Augenhöhe – Film und Dialog für eine neue Arbeitswelt" und „Musterbrecher – der Film"). allsafe JUNGFALK ist seit 1998 kontinuierlich gewachsen – die Mitarbeiterzahl stieg von 40 auf 180 bei stetigem Wachstum von Umsatz und Ertrag.   
Detlef Lohmann ist geschäftsführender Gesellschafter bei der allsafe JUNGFALK GmbH & Co. KG im badischen Engen. Nach vielen Jahren Unzufriedenheit als Arbeitnehmer in Konzernen hat er 1999 beschlossen, sein gesamtes Vermögen dazu zu verwenden, sich in ein eigenes Unternehmen einzukaufen, das er nach seinen Vorstellungen in eine arbeitnehmerfreundliche, kundenorientierte und moderne Arbeitsumgebung verwandeln wollte. Seitdem bricht er mit alten Mustern und generiert Neues. Detlef Lohmann ist Unternehmer und Autor aus Leidenschaft. „…und heute leg ich los" ist sein zweites Buch.
Dr. Ulrich Lohmann arbeitet seit elf Jahren bei allsafe JUNGFALK. Davor war er als promovierter Biologe in weltweit operierenden Konzernen der Pharmaindustrie tätig. Verschiedene Facetten des modernen Managements haben ihn schließlich dazu veranlasst, die Konzernwelt zu verlassen. Bei allsafe JUNGFALK kann er seiner Leidenschaft für die Entwicklung von Unternehmensprozessen, eingebettet in eine menschenwürdige Unternehmenskultur, nachgehen. Er ist für den Bereich Business Development verantwortlich und stellt durch seine Tätigkeit die guten Beziehungen zu den Kooperations- und Netzwerkpartnern des Unternehmens sicher.  

 

StubenKlassik

Event für Mitglieder und ihre Gäste

04.03.2017 Aaron Löchle + Anja Schwarze-Janka

Der Liederabend mit Aaron Löchle und Anja Schwarze-Janka kam bei den Mtgliedern der Stubengesellschaft und ihren Gästen sehr gut an. Zitat eines Mitgliedes: 

„…für die Einladung zum Liederabend gestern sowie dem Umtrunk möchten wir uns bei Ihnen allen herzlich bedanken. Es war ein gelungener Abend, der uns viel Freude gemacht hat. Wir haben das alles und auch die Begegnungen mit den anderen Gästen gerne angenommen und genossen.“

 

Romantische Frühlingssehnsucht trifft russisches Pathos  

Die Sehnsucht nach Frühling ist wohl eines der bedeutendsten Motive für die Lieder der deutschen Romantik aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowohl als allgemeines Lebensgefühl der Epoche, als auch im historischen Kontext. In einer Zeit, da die aristokratischen Eliten im Zuge des Wiener Kongresses vom Jahr 1814 die durch die Französische Revolution zerstörten alten Machtverhältnisse wiederherstellen wollten, war es die Sehnsucht Franz Schuberts nach dem „Frühling“, nach Freiheit in diesem politischen „Winter“ der Unterdrückung und Zensur. Diese Sehnsucht bringt er in zahlreichen Liedern zum Ausdruck, wie etwa in dem Zyklus Winterreise. Sie ist aber auch die Sehnsucht nach Liebesglück, wie sie Robert Schumann empfand, der viele Jahre warten musste, bevor er seine verehrte Clara Wieck heiraten konnte. Im März, dem Monat, der auch  die ersten Vorboten des Frühlings mit sich bringt, werden nun diese romantischen Sehnsüchte im Museum Engen in Musik erklingen. Die Sopranistin Anja Schwarze-Janka und der junge Pianist Aaron Löchle geben am Samstag, den 4. März ein Konzert mit Liedern von Schubert und Schumann. Auf dem Programm steht Schumanns Liederkreis op. 39 sowie ausgewählte Lieder beider Komponisten, ergänzt durch Préludes aus der späten russischen Romantik Sergej Rachmaninows für Klavier solo.

Aaron Löchle ist ein junger Pianist, der im Hegau aufgewachsen ist und bereits durch erfolgreiche Teilnahme beim Landes- und Bundeswettbewerb von Jugend Musiziert auf sich aufmerksam machte. Er ist außerdem Preisträger des Kulturfördervereins Singen – Hegau und begann im vergangenen April sein Klavierstudium bei Prof. Gilead Mishory an der Hochschule für Musik in Freiburg. Anja Schwarze – Janka begann bereits in ihrem 5. Lebensjahr ihre musikalische Ausbildung mit Chorgesang und Klavier, war u.a. jüngstes Mitglied im Konzertchor Darmstadt und wurde so schon früh mit bedeutenden Chorwerken vertraut. Sie studierte Gesang bei Prof. Elisabeth Bengtson – Opiz an der Hochschule der Künste Berlin und bei Ruth Amsler am Schweizerischen Musikpädagogischen Verband (SMPV), wo sie auch gleichzeitig Gründungsmitglied des Schweizer Nationalchores wurde. Es folgten abwechslungsreiche Projekte als Solistin, Chorleiterin, Musiktherapeutin und Gesangs-Pädagogin. Ihre persönliche Leidenschaft ist der Liedgesang und das Kammermusikalische. So kam es beispielsweise zu der CD Produktion „Mariengesänge im Wandel der Zeit“, bei der sie gemeinsam mit der Altistin Katharina Gruber – Trenker und dem Organisten Felix Spreng Duett-Raritäten aus fünf Jahrhunderten einspielte.

Als auch ihr Patensohn Aaron Löchle den Weg als Musiker einschlug, entstand die Idee, ein gemeinsames Konzert zu gestalten. Nach einiger Vorbereitungszeit, werden sie nun bei dem Konzert in Engen ihr Debut als Duo geben.

 

 

StubenKlassik
Street Melody spielt Klezmer 

18.Februar 2017 Städtisches Museum+Galerie

 

Vor ausverkauftem Haus begeisterte Street Melody auf`s Neue das Publikum mit Ihrer Klezmer Musik. 

 

 

2015 gastierte die Konstanzer Band „Street Melody" zum ersten mal in Engen und begeisterte das Publikum mit außergewöhnlicher Klezmermusik. Das Spiel der Gruppe, das sich in der Beschäftigung mit der Tradition beständig weiterentwickelt, kreist um den Ton der Geige (Jutta Bogen) als Hauptinstrument der ältesten Klezmer-Überlieferung. Ihre Stimmführung stützt der Kontrabaß (Carlotta Schmauch) durch tiefe und doch melodische Fundamente. Die ägyptische Percussion (Caroline Chevat) akzentuiert und variiert, Gitarre (Otto-Heinrich Silber) und Klavier (Steffen Bogen) pendeln zwischen Akkorden, Rhythmen und Melodien. So entsteht fernab aller Klischees ein Hörerlebnis der ganz besonderen Art.

 

StubenArt
Sine Semiljé - „Lines touching Then and Now“ „Linien berühren Zeitalter“

Ausstellung: 28. Januar bis 12. März 2017

Zitat Hegaukurier vom 01.2.2017: "Linien, die heilen, verbinden und versöhnen"......"Fotos von Felsen aus dem Wasserburger Tal stehen für das <Then>. .........den Fotografien eine weitere Dimension gegeben, führte Kreisarchivar Wolfgang Kramer in die Ausstellung ein: Sie hat sie plastisch gemacht, indem sie feine Linien aus Acrylfarbe aufgetragen hat, Linien, ihre <Lines>.....korrespondieren mit den Felsen, sie begegnen einander: Diese Linien sind das <Now<, das Heute, das Gegenwärtige."


Die Künstlerin Sine Semljè wurde in Langenberg/Rhld geboren. Sie begann ihre künstlerische Ausbildung mit dem Studium freie Grafik und Malerei bei Prof. Rudolf Schoofs 1970 in Wuppertal. Seit 1976 zeigt die Künstlerin ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Die Ausstellung zeigt die neuesten Arbeiten der vielseitigen Künstlerin. In früheren Jahren stärker auf die Druckgrafik konzentriert, sind die Arbeiten Sine Semljès seit längerer Zeit umfassender und in der Technik vielfältiger geworden. Wobei sich die Künstlerin vorwiegend aus Begegnungen zwischen Linien unterschiedlicher metaphysischer Herkunft inspiriert sieht. Fotos aus dem Wasserburger Tal bei Engen dokumentieren eindrücklich die für den Menschen unvorstellbare Zeiträume erdgeschichtlicher Dimension. „Durch die individuelle Bearbeitung hebe ich Linien und Flächen hervor, die mir besonders wichtig sind“ berichtet die Künstlerin über ihre Arbeitsweise. In einem ganz speziellen Digitaldruckverfahren werden dann die Fotosgroßformatig auf Pergamentpapier gebracht. Die Arbeiten sind auf das für mich Äußerste reduziert – zarteste In-Pasto-Linien – nahezu in Hauttönen – stellen in der Begegnung mit den „ewigen“ Felsen Fragen zum Stein……Mit dieser Gegenüberstellung eröffnen Sine Semljès Werke eine Begegnung des Damals und des Jetzt, einer mythischen Vergangenheit und der Gegenwart.

 
 

Mitgliederversammlung


Mittwoch, 16.11.2016 in den Räume der AWO Engen Spendgasse

 

Am MI, dem 16.11.2016 fand ab 20:00h die Mitgliederversammlung der Stubengesellschaft Engen für das Jahr 2016 statt. Auf der Tagesordnung standen die Berichte der Geschäftsführung und der Ressortleiter für 2016 und der Kassenbericht und Kassenprüfungsbericht für das Kalenderjahr 2015. Auf Antrag von Herrn BGM Johannes Moser wurde der Vorstand einstimmig von den Mitgliedern entlastet. Die Mitglieder des Vorstandes freuen sich sehr über das ausgesprochene Vertrauen und gehen frisch motiviert in das Jahr 2017. Turnusmäßig fanden auch die Neuwahlen des Vorstandes statt. Unter der Leitung von BGM Johannes Moser wurden die Mitglieder des Vorstandes und des Ausschuss vollständig und einstimmig wieder gewählt.:
Sprecherin: Ulrike Stille
Stellvertreterin +
Ausschußmitglied: Andrea Geigenberger
StubenAct: Corinna Kraft
StubenArt: Gudrun Sonntag
StubenKlassik: Eberhard Höhn + Dominika Dömötör
Kasse: Helmut Fritz
weitere Mitglieder des Ausschusses: Irene Völlinger + Karl Bruckdorfer
Kassenprüfer: Alexander Weh + Susanne Herold
Wir bedanken uns für das Vetrauen und nehmen die Wahl an.
Zum Abschluß fanden Ehrungen anlässlich 25 Jahre Mitgliedschaft zur Stubengesellschaft Engen statt. Die Jubilare2016:

Eheleute Andrea + Michael Tritschler

Herr Markus Küttner

herr Paul Issig

Herr Moritz Kamenzin (entschuldigt)

Eheleute Frauke + Bernhard Albrecht (entschuldigt)

Leider konnten nicht Alle persönlich anwesend sein. Ihnen sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt:

Sie haben uns und unseren Vorgängern mit Ihrem Jahresbeitrag dazu verholfen, Kunst und Kultur auf hohem Niveau zu präsentieren.

Sie haben mit Ihrer Anwesenheit auf unseren Veranstaltungen Ihr Interesse bekundet und mit Ihrem Eintritt dieselben mitfinanziert

Sie haben über unsere Veranstaltungen berichtet, über ihre Freude daran mit Ihren Freunden und Bekannten gesprochen und uns damit neues Publikum und neue Mitglieder gebracht.

Sie haben sich persönlich als Vorstand oder „StubenHerlferlein“ zeitweise zur Verfügung gestellt.

Sie haben mit Ihrer Präsenz die einzelnen Ressortleiter motiviert, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen.

Wir verbinden den Dank mit der dringenden Bitte: Bleiben Sie uns gewogen!

 

Jahresgabe 2016 Silvia Heger - " im moment" 2016 /  handgeschöpfte Papiere aus Abaca, Strohpapier und Pferdehaare in der Größe 33 x 21 cm ungerahmt

 
 

29.Oktober 2016 Cocoflanell - Berliner Milieu-Lieder, freche Schlager aus den 20er Jahren und frivole Chansons von Tucholsky, Hollaender, Kästner u.a.

Südkurier v. 2.11.2016-Zitat " Duo Cocoflanell überzeugt mit frechem Auftritt und gepflegt-frivolen Chansons...Schon vom ersten Takt an war das Publikum mitgerissen und ließ sich von Cocoflanell musikalisch in das Berlin der 20er-Jahre entführen"

 

Hinreißend komödiantisch, mitreißend spritzig, aufreizend weiblich und musikalisch perfekt - so präsentieren Ilona Schulz (Gesang) und Corinna Korff ( Piano) ihr musikalisches Kabarett, mit dem das Duo zahlreiche Preise eingeheimst hat – unter anderem den Sieg beim Bundeswettbewerb Gesang im Fach Chanson. „Zweifelsohne gehört Cocoflanell zum Besten, was man auf Deutschlands Kleinkunstbühnen zu sehen bekommt." (Höchster Tageblatt) Gemeinhin auf Berliner Bühnen zuhause, gastieren die beiden Damen auf Einladung der Stubengesellschaft im kleinen, feinen Rahmen. Das Ressort „stubenacts" verabschiedet sich mit diesem glamourösen Abend aus der Spielzeit 2016 und meldet sich 2017 zurück mit neuen Leckerbissen aus den Bereichen Kleinkunst, Jazz und Kabarett. 
  

 

12. Okober 2016 Hieronymus von Prag: Der Philosoph im Schatten von Jan Hus- Lesung mit den Autoren Jürgen Hoeren und Winfried Humpert

Hegaukurier vom 26.10.2016 (Seite 12)-Zitat: "Hoch gebildeter Philosoph, scharfer Kritiker und progressiver Vordenker Neue Erkenntnisse zu Hieronymus von Prag im Städtischen Museum vorgestellt ...Der umtriebige Gelehrte Hieronymus erwarb insgesamt vier Magistertitel an den Universitäten Prag, Paris, Heidelberg und Köln. Zudem bereiste er ganz Europa und pilgerte ins Heilige Land. Als Vertreter und Verteidiger der Lehren von John Wyclif kam er immer wieder in den Verdacht der Ketzerei und musste mehrfach fluchtartig seinen Aufenthaltsort verlassen." 

 

Jahrhundertelang stand er im Schatten von Jan Hus: Hieronymus von Prag. Er ist der Philosoph unter den Theologen, er wagte es, die Menschen dazu anzustiften, selber zu denken, und ihnen etwa das Mysterium der Trinität begreifbar zu machen. Mit seinen brillanten Analysen und seiner scharfsinnigen Kritik an der kirchlichen Praxis der Zeit machte sich Hieronymus mehr als unbeliebt, was ihm 1416 – wie seinem Weggefährten Hus vor ihm – Verurteilung und Verbrennung auf dem Konstanzer Konzil einbrachte. Präzise wie sensibel zeichnet der reich bebilderte Band die Lebens- und Wirkspuren des unbequemen Hieronymus nach, der als »Globetrotter« Europa bereiste. Eindrücklich wird das Ungleichgewicht der Erinnerungskultur für Hus und Hieronymus ergründet, bevor letztlich die Aktualität gerade auch von Hieronymus gewürdigt wird.

 

• Populäres Sachbuch zum 600. Todestag des Philosophen unter den Theologen 
• Gut lesbare Darstellung für Nicht-Wissenschaftler über eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der mittelalterlichen Kirchengeschichte 
• Mit einer Einführung von Eugen Drewermann: „Wenn Menschen selber zu denken wagen …" 
• Namhafte, renommierte Autoren – mit ausgewiesener Expertise 
• Mit zwei Karten in den Umschlagklappen 
• Attraktive Gestaltung mit vielen Bildelementen Layout mit klarer Navigation und ansprechender Ästhetik 
Die Autoren
Dr. Eugen Drewermann aus Paderborn ist katholischer Theologe, Psychotherapeut und Schriftsteller Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten theologischen Autoren. Er hat sich u.a. intensiv mit dem Konstanzer Konzil beschäftigt. Mit Jürgen Hoeren hat er 2015 zum 600. Todestag von Jan Hus ein Gesprächsbuch veröffentlicht. Sein Titel: „Jan Hus im Feuer Gottes – Impulse eines unbeugsamen Reformers". 
Jürgen Hoeren M.A., ist katholischer Theologe und Publizist. Er arbeitete u.a. in der Kirchenfunkredaktion des SWF und leitete im SWR das Ressort „Kulturelles Wort/Aktuelle Kultur". Er hat mit Eugen Drewermann, Kardinal Karl Lehmann und Hans Küng viel beachtete Gesprächsbücher veröffentlicht. Er lebt heute in Konstanz. 
Dr. Winfried Humpert ist Psychologe und Pädagoge. Bis 1990 war er Mitarbeiter an der Universität Konstanz, danach Professor an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen und ständiger Lehrbeauftragter an den Universität Frankfurt am Main. Zahlreich sind seine wissenschaftlichen Publikationen u.a. zur Gewaltprävention. Er lebt in Konstanz.


Jürgen Hoeren -  Winfried Humpert Hieronymus von Prag – Der Philosoph im Schatten von Jan Hus (12,5 x 21,0 cm, 112 Seiten, Klappenbroschur, ca. 50 farb. und sw-Abb., ca. € 16,- (D), ISBN 978-3-87800-100-3
 
 

Nobuhiko Asaeda Sa 02. Oktober 2016 -Violinsolo Johann Sebastian Bach

Zitat aus Hegaukurier v. 12.Okt.2016: "Leidenschaft in Spiel und Melodie Violin-Solist Nobuhiko Asaeda brilliert im Engener Museum... »Viele Geiger spielen die Soli an zwei Abenden. Ich möchte dagegen die Werke in der ursprünglichen Reihenfolge darbieten. Denn nur so lässt sich die Entwicklung des schöpferischen Tuns gezielt nachvollziehen«.... Die zuerst gespielte »Solo-Sonate Nr. 2 a-moll (BWV 1003)« mit den Sätzen Grave, Fuga, Andante und Allegro ist eine »klassische« Kirchensonatenform mit den üblichen Wechseln zwischen »langsam« und »schnell«. Schon hier beeindruckte Asaedas ausdrucksvolles, präzises Spiel.Fastglaubteman,keinen Solisten,sondernmehrere Geigen zu hören, so brillant traten Melodie und Bass in einen furiosen Dialog"

 

Programm:

Einführung - Kurzvortrag des Solisten

"Spürbare Konzeptänderungen bei den Solowerken" sowie "die hochgelobte a-moll Sonate"

 

Solo-Sonate Nr. 2 a-moll (BWV 1003)

Grave - Fuga - Andante - Allegro

 

Pause

 

Einführung - Kurzvortrag des Solisten

"Die Beziehung zwischen der d-moll Partita und dem Tod seiner ersten Frau"

 

Solo- Partita Nr. 2 h-moll (BWV 1002)

Allemande - Corrente - Sarabande - Giga - Ciaccona

 

 
 

Matthias Holländer - Malerei + Photografie

Zitat Hegaukurier vom 28.09.2016 (Seite 14):"Die Realität in uns...Im Zentrum steht natürlichdasBild»Hegau«. ..Jelänger,jeintensiver der Betrachter vor dem »Hegau« steht, desto mehr dämmertihm,dassdieses»Abbild« ihn hinters Licht führt, mit seinen Wahrnehmungsgewohnheiten, mit Erinnerungen, Sehgewohnheiten - mit der Realität »in uns« spielt"

 

Ausstellung 24.09. bis 06.11.2016

Matthias Holländer (*1954 in Heidelberg) studierte nach Kindheit und Jugend in der Schweiz und am Bodensee von 1973 bis 1978 Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach Arbeitsaufenthalten in Berlin und New York lebt Holländer seit 1980 als freischaffender Maler und Fotograf in Konstanz und Allensbach. Seine malerischen Werke werden seit den 1970er Jahren regelmässig im In- und Ausland gezeigt, darunter in Basel, Barcelona, Berlin, Frankfurt, Köln, Konstanz, Monaco, San Francisco und Wien. Seit 2007 sind auch seine fotografischen Arbeiten in öffentlichen Ausstellungen zu sehen. 
Ausgewählte Auszeichnungen: Konstanzer KunstpreisPrix Fondation Princesse Grace, Monaco, Merit Award, Art Directors Club New York, Palette d’Or du Festival International de la Peinture, Cagnes-sur-mer 
Ein Höhepunkt der Ausstellung in Engen wird das monumentale Gemälde HEGAU (2010) sein (190 x 300 cm), eine postzivilisatorische Vision und das Zitat einer Ideallandschaft aus einer virtuellen 'Feldherrenperspektive'. HEGAU (2010) eröffnet einen weiten Blick in die urweltlich-vulkanische Landschaft, die am äußersten Horizont in das Band der Schneealpen übergeht, darüber nur ein altmeisterlicher Wolkenhimmel. Ganz im Vordergrund aber, als unausweichliche Blickhürde, ziehen Heuballen, rundliche Formen, maschinell in Plastiknetze gepresst, eine klare Linie gegen all das Überzeitlich-Naturschöne dahinter. Aber auch die industriell zugerichteten Heuballen weisen Zeichen naturgebundener Vergänglichkeit auf: durch das Plastikgeflecht dringen Pflanzenarme, ranken sich erste Blüten, Schneereste deuten die lange Zeit der Lagerung und Überwinterung an. 
Die Ölbilder Matthias Holländers entstehen in langwierigen, monatelangen, bisweilen jahrelangen Prozessen, einem Wechsel von Farbauftrag, Lasur für Lasur, und Abschleifvorgängen, die der Künstler selbst als ein immer wiederkehrendes, aggressives sich Auseinandersetzen beschreibt, ein beharrliches, oft nächtliches Ringen um das Erscheinen lichter Farbigkeit, das am Ende dann auch in die eigentümliche Glätte der Bildoberflächen mündet. 
Auch das fotografische Oeuvre des Künstlers, das sich seit 2006 als eigenständiges Medium neben seiner Malerei etabliert hat, ist in dieser Ausstellung vertreten. Neben den bekannten großformatigen Fine Art Prints aus der Serie 'Nature Morte'  werden auch neuere fotografische Arbeiten zu den Themen 'Hecken', 'Textures' und 'My Most Beautiful Abandoned Places' und neueste Arbeiten aus der Serie 'Body Check' präsentiert. 
Holländer versteht sich als bekennender 'Realist': 
"Realismus ist für mich viel mehr als eine Stilrichtung, die sich in Kategorien aufteilt wie Fotorealismus oder Hyperrealismus, etc. Für mich ist es eine Haltung, eine Lebenseinstellung. Eine Reflexion über unseren Sehapparat, eine ständige Auseinandersetzung mit meiner gehirninternen Bildverarbeitung, ein Experimentieren mit bildnerischem Wahrnehmen, Denken und Täuschen: das alles bedeutet es für mich, Realist zu sein. Das Mimetische ist dabei ganz zentral. Es ist die Magie der Verdopplung der Realität, die subversive Multiplikation der Perspektiven, die mich fasziniert; die mediale Situation; ganz im Fluss der Eindrücke und natürlich ständig im Fluss des intuitiv kreisenden Blicks. Ich bin ein Beobachter. Mich faszinieren die Geschichten, die von Räumen erzählen, und geschichtsträchtige Räume: solche, die verworfene Schichtungen der Vergänglichkeit darstellen, von Spuren von Kultur berichten, die sich die Natur zurückerobert hat, von Bruchstellen unserer Zivilisation, an der sich unsere neuen industrialisierten Strukturen mit etwas Vorausgegangenem mischen. Viele meiner Bilder zeigen Zustände und Motive der vermeintlich konservierten Vergänglichkeit – aber auch die Vergänglichkeit lebt fort, das sieht man in meinen Bildern." Bereits 1996 beschrieb der Schriftsteller Adolf Muschg das eigentümliche Wechselspiel zwischen den Gattungen Malerei, Zeichnung und Fotografie im Werk Matthias Holländers wie folgt: „Holländer ist keineswegs nebenbei Fotograf, er zeigt auch, dass er es ist, wenn er malt, aber er malt keine Fotografie. Ein Rückblick auf diese würde vielmehr erlauben, sie im Lichte des gemalten Bildes neu zu lesen – keine Version ist das Original, oder beide. Es sind Variationen einer von unterschiedlichen Medien gestützten Wahrnehmung."

 

17. September 2016 Johanna Dömötör & Friends - Quiz- und Wunschkonzert mit Flötistin Johanna Dömötör und Cellist Mikayel Hakhnazaryan

Hegaukurier vom 21.09.2016 (Seite 14) Zitat: "Von Jazz bis Oper ....Wie immer war das Museum beim »Heimspiel« von Johanna Dömötör am vergangenen Samstagabend voll besetzt. Mitgebracht hatte Dömötör allerdings nicht, wie angekündigt, die Cellistin Deborah Tolksdorf, denn diese war erkrankt. Stattdessen spielte Starcellist Mikayel Hakhnazaryan an der Seite der Engener Flötistin. »Mikha ist die großen Bühnen gewöhnt«, betonte Johanna Dömötör bei der Vorstellung. Ansonsten hatte sich Dömötör ein etwas anderes Programm für den Abend ausgedacht. »Für das Engener Stammpublikum, das mich jedes Jahr sieht, muss ich mir immer etwas Besonderes einfallen lassen. Das sind die anstrengendsten Konzerte im ganzen Jahr«, so Dömötör schmunzelnd. So durfte das Publikum eine Mischung aus Wunschkonzert und Quizsendung erleben: Die Zuhörer hatten beim Eingang Nummern erhalten."

 
 

Exkursion nach Galerie Schloss Mochental und Kloster (+-kirche) Obermarchtal
 
SA 06.08.2016 13:00h ab Engen

 

Die Teilnehmer starteten bei schönstem Sommerwetter zu einem schönen und interessanten Tag, der sich wie folgt gestaltete:

13.00 Uhr Abfahrt Bahnhof Engen; gegen 14.30 Uhr Schloss Mochental – Ehingen. Die Galerie Ewald Schrade, Schloss Mochental, ist seit 1985 ein einzigartiges Zentrum für Malerei und Skulptur von der klassischen Moderne bis zu Gegenwart. Um 15.00 Uhr Einführung mit dem Galeristen Ewald Schrade in die laufenden Ausstellungen:

Stöhrer & Sturm im Dialog, zwei große Künstler der Neuen Figuration.

Antonio Marra und Bernd Zimmer – Malerei, Lore Bert  Papierkünstlerin.  

gegen 16.00 Uhr Kaffeepause und Schauzeit z.B. zum Besenmuseum das sich ebenfalls im Schloss befindet. Um 17.00 Uhr Fahrt nach Obermarchtal und Besichtigung der frühbarocken Klosterkirche Obermarchtal unter der bewährten Führung von Herrn Kramer u. Frau Blaschka. 

Pünktlich vor 20:00h war der Bus wieder zurück in Engen und entließ fröhliche und begeisterte TeilnehmerInnen ins Wochenende.

 

 

StubenArt

Zitat Hegaukurier v. 08.06.2016 (Seite 6):

 

"Im Reich der Raumzeichnung"...

"Die schwebend leichten Gebilde eröffneten dem Betrachter >>neue Kontinente der Anschauung<<, so Laudator Franz Armin Morat vom Institut für Kunst und Kunstwissenschaften Freiburg....fordert die Besucher dazu auf, dieses >>Territorium der Anschauung<< zu erkunden. Zerbrechlich, leicht, verletzlich, filigran zeigen sich Hegers Objekte aus Draht, Garn und Papier(stoff)....."

 

"Leichtfänger" Silvia Heger  04.06.2016 – 17.07.2016

 

Die Vielseitigkeit des Werkstoffes Papier fasziniert Silvia Heger seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit. Papier kann zart sein und ist doch fest, vergänglich und voller Leichtigkeit.

Die Künstlerin begnügt sich nicht mit der traditionellen Zweidimensionalität von Papier. Ihre Arbeiten sind vielmehr abstrakte Zeichnungen im Raum. Auf Drähten aufgereihte Blattansammlungen nehmen sie als wippende, schwebende oder kompakt aneinandergefügte Plastiken den Raum ein. Durch das Verschnüren und Ummanteln mit Papierfasern werden Zweige und Äste zu archaisch anmutenden Objekten. Die Plastiken befinden sich gleichsam in einem Schwebezustand, in einer fragilen Balance.

Der Besucher ist eingeladen, in diesen Kosmos einzutauchen. Schritt für Schritt eröffnen sich ihm neue Sichtweisen auf die Objekte. Aber auch die Arbeiten selbst verändern sich durch das Spiel mit Licht und Schatten und der Bewegung im Raum. 

Silvia Heger ist in Konstanz geboren, studierte in Wien, Freie Grafik und Malerei. Seit 1990 Teilnahme an internationalen  Projekten und Ausstellungen im In- und Ausland.

 

StubenKlassik 

Zitat Wochenblatt v. 18.05.2016:

 

"Orgelmusik der Extraklasse"

"Einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen......Michail Tschischerin begeisterte mit Werken von Johann Caspar Kerll, Johann Sebastian Bach, Edwin Henry Lemare und Modest Petrowitsch Mussorgski...."

 

Michail Tschitscherin "Bilder einer Ausstellung" – Orgelkonzert

Mittwoch, 11. 05. 2016, 19.00 Katholische Stadtkirche Mariä Himmelfahrt

 

Michail Tschitscherin wurde 1956 in Sankt Petersburg geboren. Er schloss das dortige Konservatorium 1981 mit dem Diplom der Konzertreife als Organist und Pianist ab. Von 1983 an war er als Solist für Orgel an der Philharmonie Sumy/Ukraine tätig. 1988 Abschluss der Aspirantur im Fach Orgel. 1988 und 1989 Meisterkurse bei Professor Leo Krämer in Riga und Tallinn. Früher auch Tätigkeit als Dozent für Klavier an der Pädagogischen Hochschule in Sumy.  Konzertreisen durch alle großen Städte Russlands, der Ukraine und anderer ehemaliger Republiken der früheren Sowjetunion. Seit 1991 jährliche Konzerte an verschiedenen Orgeln Süddeutschlands und der Schweiz. Konzertreisen nach Finnland (1998 und 1999). Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. 2001: Preis der Stadt Sumy für die beste Interpretationskunst. Im März des Jahres 2002 erhielt Michail Tschitscherin vom Präsidenten der Ukraine den Ehrentitel „Verdienter Künstler der Ukraine" für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Musik. Tschitscherin spielt Werke von der Zeit des frühen Barock bis zu moderner Musik sowie Werke russischer und ukrainischer Komponisten. Sein Schwerpunkt liegt in der französischen Romantik.

 

StubenAct

 

Samstag, 23. April um 19:00 Uhr im Museum Engen:„Häppchen mit Höhn“ - Patrick Süskind: Der Kontrabass

 

Häppchen mit Höhn“, eine Eigenproduktion der Stubengesellschaft, bei der Klassik-Vorstand Eberhard Höhn sein komödiantisches und kulinarisches Talent unter Beweis stellt. Zu sehen und zu hören gibt es diesmal „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Der Einakter zählt seit seinem Erscheinen in den 1980-er Jahren zu den meistgespielten und erfolgreichsten Stücken an deutschsprachigen Bühnen. Ebenso subtil wie skurril führt dieser Monolog das Publikum in die Welt eines alternden, verschrobenen Kontrabassisten, Mitglied eines Staatsorchesters, der sich in einem schallisolierten Raum gegen die Außenwelt abschottet. Dort hält er anfangs einen leidenschaftlichen Vortrag über die Vorzüge seines Instruments. Seine Lobreden werden jedoch bald widersprüchlicher und schlagen schließlich um: Der Kontrabassist entpuppt sich als verbitterter, introvertierter Mensch, nur mäßig begabt, einer, der Bass und Beruf aus tiefster Seele verabscheut. Mit reichlich Bier kämpft er gegen seinen Flüssigkeitsverlust und den Orchesterfrust an. 
Abgerundet wird dieser vergnügliche Abend durch die von Eberhard Höhn und seiner Frau Eva zubereiteten Häppchen, die sich – genau wie die gereichten Getränke – thematisch dem Abend anpassen und im Anschluss an die Vorstellung serviert werden.  

 

StubenVortrag

Zitat Hegaukurier v. 23.03.2016:

"Gelassenheit, Toleranz und gegenseitige Achtung sind für die Integration wichtig".."Menschen, die in ein Land kommen, sind zu allen Zeiten kritisch beäugt worden. Sie sind die Fremden, die man nicht kennt, die schwer einschätzbar sind. Haben sie gar eine dunkle Hautfarbe, einen anderen Glauben, dann erst recht stellt Wolfgang Kramer...seinem Vortrag voran.....aus regionalhistorischer Sicht...Als Ursachen für Ein- und Auswanderungen zählte Kramer religiöse und politische Verfolgung, Flucht vor Krieg, wirtschaftliche Not durch Naturkatastrophen, Missernten und Krieg, sowie Hoffnung auf bessere Lebens- und Einkommensverhältnisse auf, bevor er auf die wichtigsten Migrationsbewegungen im Bodenseeraum und im Hegau einging."

 

"Das wir Engen zugewiesen wurden, war das Beste, was uns passieren konnte. Hanan al Mohameds dramatische Flucht ergriff die ZuhörerInnen....erzählte...von dem langen, beschwerlichen und gefährlichen Weg mit ihren drei Kindern von Derizoul über die Balkanroute nach Engen. Bilder ihrer zerstörten Heimatstadt und von Stationen ihrer Flucht verstärkten ihre ergreifende Geschichte."

 

Kommen und Gehen – Ein- und Auswanderungen im Hegau. Anmerkungen zur Migration aus der Sicht eines Regionalhistorikers - Wolfgang Kramer

Do 17.03.2016 19:30h - neue Stadthalle Engen - Foyer

 

Zu allen Zeiten sind Menschen in unsere Region gekommen: im hohen Mittelalter Juden, dann wegen ihres Glaubens Vertriebene, im 19. Jahrhundert waren es Arbeitsmigranten aus Italien, im 20. Jahrhundert deutschstämmige Flüchtlinge und Vertriebene aus halb Europa. Auch haben Menschen unseren Raum immer wieder verlassen: wegen der Kriege, aus konfessioneller oder politischer Überzeugung oder wegen der Aussicht auf bessere Lebensumstände. Kreisarchivar Wolfgang Kramer gibt einen Überblick über das Kommen und Gehen im Hegau. Im Anschluss erzählt uns Hanan al Mohamed von ihrem langen Weg von Syrien nach Engen.

 
 
 
 

StubenAct

Sa 27.02.2016 Städtisches Museum + Galerie Engen

 

Frederic Hormuth "Mensch ärgere dich"

Hegaukurier v. 09.03.2016 Zitat: 

"Wenn das Chlorhähnchen zur WC-Ente wird"

"Kein Auge blieb trocken....beim Auftritt von Frederic Hormuth.......Das Ärgern liegt dem Deutschen im Blut, ist Hormuth überzeugt....überhaupt sei ärgern prima: ein Energielieferant, ein nachwachsender Rohstoff und vollständig erneuerbar. Schließlich sollte die Maxime gelten: Lieber geärgert als genörgelt."

 

MENSCH ÄRGERE DICH!


Kabarett von und mit Frederic Hormuth - Regie: Lutz von Rosenberg Lipinsky
Frederic Hormuth ist der Mann mit dem Buzzer. Wenn er sich besonders schön über etwas ärgert, dann haut er drauf. Dann lässt er seinen leuchtend roten Alarm-Knopf  brummen und hat gemeinsam mit dem Publikum diebische Freude am befreienden Rabatz. Er kann Politik erklären, er packt die Dinge beim Schopf und bringt sie ohne großes Chichi auf den Punkt. Das ist Entertainment voller Aha-Effekte, Pointen zum Mitnehmen und überraschendem Klartext „to go". In seinem Soloprogramm entdeckt Hormuth die Wut als ideal erneuerbare Energieform. Ob Große Koalition, angezapftes Internet oder die Frage, was Wirtschaftswissenschaft mit Glückskeksen zu tun hat: Der Kabarettist dreht auf und zeigt uns nach dem Motto „Schöner ärgern!", worüber sich zu empören wirklich lohnt und wie viel Spaß man dabei haben kann. Warum in Sachen Fracking Oettinger gegen Oettinger kämpft, warum Thomas Gottschalk sozial gesehen ein Blondierschaden auf zwei Beinen ist und warum man sich bei der Langzeit-Blutdruckmessung wie eine Sexpuppe vorkommt – das beleuchtet Hormuth in einer rasanten und anregenden Show . Für Verschnaufpausen sorgen seine legendär leidenschaftlich-ironischen Kabarettsongs. Was ihn am meisten auf die Palme bringt, ist jedoch, dass alle uns das Ärgern immer wieder ausreden wollen. Ja, er will nur spielen. Aber das Spiel heißt: Mensch ärgere dich!  

 

 
 

Vernissage 22.01.2016 - Zitat Südkurier v. 26.01.2016:

"Rohstoffe für Malerei in aller Welt gefunden"

 

Manfred Müller-Harter "Allegorische Landschaften und kleine Bilder von fast allem"

Ausstelung 23.01. - 06.03.2016 - Städtisches Museum+Galerie Engen

 

Zitat Südkurier 26.01.2016:

"Mal lustig, mal gruselig und vielfach kurios:MMH zeigt seine Kunst aus 40 Jahren ....<< das ist der Comic meines Lebens>>...MMH sieht die sich und die Welt häufig und ohne Hintergedanken vergnüglich...Laudator Otto Kettemann....hat ein Faible für Comics, Science-Fiction und Horror, in dem sich häufig der Zeitgeist spiegelt...."

 

Manfred Müller Harter studierte von  1970-1973  Lehramt und nach seiner Lehrtätigkeit in London und Berlin von 1976 Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen, Promotion 1989. Von 1988-94 Lehrertätigkeit  am Colegio Alemán in Medellin  und Dozent an der Universität von Antioquia (Kolumbien). Von 1994-1998 Lehrer in Engen und 1998 – 2002 Leiter der deutschen Abteilung der Norte-Schule, Buenos Aires. Seit seiner Rückkehr 2002 lebt und arbeitet der Künstler in Engen. In seinen „allegorischen Landschaften" spielt Manfred Müller-Harter mit einem etwas aus der Mode gekommenen Genre. Die Bilder dieser Werkgruppe führen die Themen vergangener Ausstellungen, wie „Weltbilder" (Engen, 2007) und „Das Denken der Spur" (Konstanz, 2008) fort. Einerseits wird mit ironischem Augenzwinkern der Bestand unseres „gesicherten" Weltwissens in Frage gestellt, andererseits sind seine Landschaften „Erfahrungsräume" oder wie Ernst Bloch es ausdrückte „Wunschländer des Erkennens". Sie sind Müller-Harters  Art nachzudenken – die es ihm erlauben,  „Spuren" zu folgen. Sie sind Einladungen zu „Irrfahrten". „Die Irrfahrt ist es, die es uns gestattet, uns festzulegen." (Glissant, Traktat über die Welt). Sie stellen aber auch das Verhältnis von Zeit und Raum in Frage, „Die Zeit ist eine Landschaft…" (Glissant,ebd.). In den über 120 kleinformatigen Bildern erzählt Müller-Harter „kleine Geschichten von fast allem". Sie sind eine persönliche Zeitreise durch 40 Jahre künstlerischen Schaffens. In ihnen werden Reiseerfahrungen und Zeitgeschichte, Musik und Literatur,  Heiteres und Nachdenkliches wild gemischt. Viele dieser „Miniaturen" haben Gedichte zum Ausgangs- oder Endpunkt. Manfred Müller- Harter: „Die alten Mappen hervorzuholen und zu  durchforsten, mich mit meiner eigenen Vergangenheit zu konfrontieren,  war für mich ein Aha-Erlebnis.  Zum einen weil, es mich immer wieder überraschte, wie sehr meine gegenwärtigen Arbeiten in den kleinen Bildern der 70er und 80er Jahren bereits angelegt sind, zum anderen aber auch zu merken, dass man schon eine schöne Strecke Wegs gegangen ist." 

 

 

StubenKlassik

 

16.01.2016  Spitzenklassik zum neuen Jahr

Kein typisches Neujahrskonzert fand am Samstag,den 16.Januar 2016 im Engener Museum statt. Keine sekttrunkene Walzerseligkeit, keine Böllerknaller, keine guten Vorsätze, die dann doch nicht eingehalten werden können. Dies bedeutet aber nicht, dass es sich hier um ein stocksteifes, todernstes Klassikprogramm handelte. Nein, es wurde getanzt - zwar nicht Walzer, dafür Tango und auch Sekt gab es zu Genüge in der Konzertpause. 

Zuvor wurde das Engener Publikum, welches trotz kurfristiger Anberaumung des Konzerts zahlreich erschienen war, mit dem "Gassenhauer-Trio" von Beethoven in der Interpretation des Wupper-Trios im neuen Jahr begrüßt. Gerade im letzten Satz, in dem ein Thema aus der komischen Oper "Der Korsar aus Liebe" von Joseph Weigl virtuos verarbeitet wird, zeichnete sich schon das musikalische Feuerwerk ab, welches in Astor Piazzollas Tango-Suite am Schluß des Abends lichterloh brannte, so dass das Publikum nicht anders konnte, als sebst zwischen den einzelnen Sätzen vor Begeisterung zu applaudieren. Zuvor hatten die drei Musiker des Wupper-Trios die Möglichkeiten ihrer variablen Besetzung auf höchstem Niveau ausgelotet. Da wechselte der Geiger Axel Hess mühelos zwischen Bratsche und Geige hin und her, betörend seine Klangfarben in Jules Massenets "Meditation" aus der Oper "Thaïs" für Geige und Klavier, erdig und warm der Klang seines Bratschenspiels in Max Bruchs Opus 83, den acht Stücken für Klarinette, Viola und Klavier, in denen er die klangliche Brücke zwischen Klarinette und Klavier baute. Dass der Pianist Benjamin Nuss sich tadellos und souverän durch das klassische Repertoir des Abends bewegte, hätte schon genug Anerkennung verdient. Alleine sein improvisierter Solo-Ausflug in die Welt des Jazz nach der Pause als auch sein stilsicheres Klavierspiel in den anschliessenden "Vier Jahreszeiten" von Astor Piazzolla verriet, dass seine musikalischen Wurzeln auch im Jazz liegen - als Sohn des berühmten Jazz-Posaunisten Ludwig Nuss nicht allzu verwunderlich, jedoch höchst lobens- und erwähnenswert. 

Die als Prima inter paris agierende Klarinettistin Sayaka Schmuck zeigte den ganzen Abend über, dass die Klarinette in keinster Weise ein minderwertiger Partner im direkten Vergleich mit Geige und Klavier sein muss. Die Klarinette wirkt bei ihr wie eine Verlängerung ihres Atems, wie ein weiterer Teil ihres Wesens. So sehr verschmilzt sie beim Musizieren mit ihrem Instrument, so natürlich wirkt ihr Spiel, dass für sie keine Grenzen zu existeren scheinen, sei es spieltechnisch oder im musikalischen Ausdruck.

 

Was bleibt von diesem Konzertabend? Vielleicht, dass ein Neujahrsbeginn, auch musikalisch, nicht jedes Jahr aus aufgewärmten Floskeln bestehen muss, sondern es sich lohnt, sich auf Neues und weniger Bekanntes einzulassen. Wobei die wenigsten Konzertbesucher etwas gegen eine Wiederholung dieses Konzerts im Januar 2017 haben dürften. 

 

Kozertankündigung: 

Der Stubengesellschaft ist es kurzfristig gelungen, ein Kammermusikensemble der europäischen Spitzenklasse für das erste Konzert im neuen Jahr in der Reihe StubenKLASSIK im Städtischen Museum Engen zu gewinnen. Das Wupper-Trio mit der aus Bad Waldsee stammenden Klarinettistin Sayaka Schmuck und ihren Kammermusikpartnern Axel Hess (Violine/Viola) und dem bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag stehenden Pianisten Benjamin Nuss gastiert am Samstag, den 16.Januar um 19:30 Uhr im Engener Museum. Die in der Region nicht unbekannte Sayaka Schmuck, die nach Engagements in verschiedenen deutschen Spitzenorchestern, wie z.B. dem Gewandhausorchester Leipzig, mittlerweile in den Reihen der NDR Radiophilharmonie Hannover anzutreffen ist, muss man zur absoluten Klarinettenelite zählen. Mit dem Wupper-Trio hat sie für das Konzert in Engen ein besonderes Programm mit Originalkompositionen der Wiener Klassik, unter anderem Beethovens Gassenhauer-Trio, als auch eigener Arrangements für die Trio-Besetzung der „Vier Jahreszeiten" Astor Piazzollas ausgewählt.

 
 
 
 
Realisiert mit CMS add.min