"Sag‘ du ich sage ja"

albertrichard  PFRIEGER  Zeichnungen/Malerei Jörg BACH Plastiken
Ausstellung: 11.01.2020 – 16.02.2020
Städtisches Museum+Galerie Engen

albertrichard PFRIEGER
schickt sich selbst und uns in unbekanntes Gelände. „Ohne Bezeichnung" als Titel der allermeisten Zeichnungen entpuppt sich leicht als ein ironisches Wortspiel und lässt genauso alle Fragen offen, wie das, was wir sehen, und wirft uns auf das zurück, was wir empfinden, wenn wir des eigentlich Unsagbaren gewahr werden, nämlich auf unsere eigene Subjektivität, unser Empfinden des Moments, in dem das Bildgeschehen vor unseren Augen konkret wird. Da haben wir im Sehen dieselbe Freiheit, wie der Künstler im Tun. Damit werden die Bilder zu kommunikativen Gesten auf einer anderen Ebene, als wir das von Bildern gewohnt sind. Wer seine Wahrnehmung von der Außenwelt abschottet, hat die Möglichkeit, eine Innenwelt zu erkunden, die offensichtlich ihre eigene Sprache offenbart. Das vermeintliche oder tatsächlich Unfertige – wer kann das noch entscheiden? -, das Unabgeschlossene – das non finito / infinito? – öffnet den Raum für Imagination und Vorstellungsvermögen. Und wenn sich dieses zu sehr an schon Erfahrenem festzumachen droht, dann wissen diese Bilder auch das wieder in Frage zu stellen. Immer wieder wird man sich bewusst: Diese Bilder sind der Ausdruck einer unteilbaren Unmittelbarkeit von Zeit – Bewegung, Dynamik, Energie –, von dem Ort des Bildes – das Spielfeld, der Spielraum des Bildgeschehens - und der handelnden Person und ihrer uneingeschränkte Hingabe im Machen wie im Sehen, die die Wahrnehmung einfordert.
Dabei schmeicheln die Bilder zu keinem Zeitpunkt den Augen des Betrachters. „Wenn ein Bild unbequem ist, ist es gut", wird der Künstler zitiert. Die im Grunde fast immer zeichnerische Geste, ihr Prozess, ihre Energie ihre Offenheit und Unabgeschlossenheit, die Potenz der Bewegung, die all dies beinhaltenden Gesten an sich und deren Spuren sind das zentrale Thema der Bilder von albertrichard PFRIEGER. (Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen)

Jörg Bachs
Plastiken besitzen den Aspekt des kommunikativen Appels, ausgelöst durch die sich immer wieder zurückziehenden und hervortretenden Linien und Flächen, Öffnungen und Durchblicke, Spiegelungen und Verzerrungen. Realität lässt sich nur kommunikativ und interaktiv ergründen, im Zusammenspiel von Skulptur und Betrachter. Den Blick des Betrachters dabei ein wenig zu führen, ist das Recht und die Kunst Jörg Bachs. (Wolfgang Kühr)
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